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Saramonic Blink500 Pro B2: Ein Set für drahtloses Sprachübertragung

Saramonic Blink500 Pro B2: Der erste Eindruck

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Wer das Mikrofon-Set aufpackt findet die beiden Sender und den Empfänger in einem kleinen Ladekoffer. Dieser ist mit einem eingebauten Akku ausgestattet, sodass man die Geräte zwischendurch nachladen kann. Nicht in den kleinen Koffer passen die eigentlichen Mikrofone, die mit dem Set geliefert werden und der Pop-Schutz für die integrierten Mikrofone. Zu jedem Sender gibt es nicht nur einen ansteckbaren Windschutz, sondern auch ein über Kabel anschließbares Lavaliermikrofon. Schon optisch ist dieses sicher die erste Wahl, denn der 32 Gramm leichte Empfänger fällt deutlich ins Auge. Daher sollte man ihn unter der Kleidung, zum Beispiel am Gürtel, platzieren und nur das kleine Ansteckmikro sichtbar werden lassen. Den Empfänger kann man mit den mitgelieferten Kabeln an Kameras, viele Smartphones und andere Geräte anschließen. Mit einer Reichweite von nach Herstellerangaben hundert Metern ist man für die meisten Aufnahmesituationen bestens gerüstet. Überzeugend ist gerade, dass die beiden Mikros zum Beispiel bei einem Interview parallel genutzt werden können. So kann man das Signal des einen Senders auf den linken Kanal legen und das des anderen auf den rechten. Das ermöglicht in der Nachbearbeitung noch Korrekturen vorzunehmen.

Saramonic Blink500 Pro B2: Was steckt dahinter

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Die Geräte funken im Bereich von 2,4 GHz und können deshalb fast überall ohne Genehmigung eingesetzt werden. Das macht das Set flexibel und auch international nutzbar. Mit einer Akkulaufzeit von nach Herstellerangaben acht Stunden ist das Gerät auch für lange Drehtage gut ausgestattet. Die Geräte sind relativ intuitiv bedienbar – allerdings nur auf Englisch oder Chinesisch. Eine Übersetzung der Menüs in weitere Sprachen sollte der Hersteller in Erwägung ziehen. Im Menü kann man nicht nur den Aufnahmepegel anpassen, sondern auch die Mute-Taste am jeweiligen Sender aktivieren oder deaktivieren. Eine kleine Anzeige lässt den Pegel der jeweiligen Aufnahme erahnen, ist jedoch so klein, dass man eine evtl. Übersteuerung wahrscheinlich nicht erkennen wird. Dies ist zugleich die größte Schwachstelle des Geräts, denn mit wenig Aufwand könnte man die Anzeige nicht nur größer machen, sondern auch deutlich anzeigen, um wie viele Dezibel die Aufnahme zu laut ist.

Saramonic Blink500 Pro B2: Überlegungen vor dem Kauf

Der Hersteller bietet das das Set in schwarz oder weiß an. Die helle Variante ist wahrscheinlich gerade für die Erstellung von Hochzeitsvideos eine gute Wahl – wobei die klassische Hochzeitskleidung auch ein Set aus beiden Farbvarianten rechtfertigen würde. Für den journalistischen Einsatz kommt eher das schwarze Set in Frage, da das dunkle Gerät gerade auf Entfernung weniger ins Auge fällt. Vor dem Kauf sollte man sich zudem überlegen, ob man ein, zwei oder noch mehr Mikrofone und damit Sender benötigt. Der Hersteller verkauft das Set in verschiedenen Varianten mit unterschiedlich vielen Sendern. 

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Saramonic Blink500 Pro B2: Die Feinheiten

Wer das Set professionell einsetzt wird den Hinweis im Display vermissen, welcher der beiden Sender auf dem linken bzw. rechten Kanal sendet. Nach unserer Erfahrung hängt das von der Reihenfolge beim Einschalten ab. Man sollte also gerade bei aufeinander aufbauenden Aufzeichnungen eine gewisse Routine entwickeln wie man die Geräte in Betrieb nimmt. Die beworbene Reichweite erreicht das Set unter optimalen Bedingungen. Das bedeutet, es sollten weder Hindernisse im Weg sein, noch Störfrequenzen z.B. durch viele W-LAN netze oder andere Sender in der Umgebung. Je mehr davon vorhanden sind, umso kleiner ist die in der Praxis nutzbare Reichweite. Man sollte daher im Alltag nicht übertreiben und keine unrealistischen Erwartungen haben. Dafür wird man mit einer sehr guten Soundqualität belohnt.

Saramonic Blink500 Pro B2: Herstellerkontakt

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